2007 Archiv aktueller Gartentipp

                    

                    

Januar: Winterschutz

 

Wenn die warme Jahreszeit sich ihrem Ende nähert, die Nächte länger und kälter werden, dann ist es an der Zeit, sich um den Winterschutz unserer grünen Lieblinge zu kümmern, damit wir auch im folgenden Jahr viel Freude an ihnen haben.

Nun gilt es, die Balkonkästen und Kübel in den Keller oder Wintergarten zu stellen und auch im Garten fallen viele Arbeiten an, wie zum Beispiel das Abdecken und Schneiden bestimmter Pflanzen.

Wie aber schneiden wir richtig? Müssen wir alle Pflanzen abdecken? Wann graben wir am besten um?

Wussten Sie zum Beispiel, dass man Stauden erst im Frühjahr zurückschneiden sollte?

Für diese und ähnliche Fragen haben wir unseren Gartenservice ins Leben gerufen.

Februar: Rosen und Sträucher

Im zeitigen Frühjahr werden Rosen und Sträucher beschnitten und mit einer Startdüngung für den kommenden Austrieb fit gemacht. Jetzt können auch neue Rosen, Sträucher und Heckengewächse gepflanzt werden. Sommerblühende Clematis sollte bis spätestens Mitte März zurück geschnitten werden. Ab März beginnt dann die Pflanzzeit für Stauden. Wenn ein ganzes Beet neu angelegt werden soll, empfiehlt es sich, zwei Wochen vor dem Pflanzen das Beet umzugraben, Wildkräuter und Steine herauszusammeln und Kompost aufzustreuen.

März: Aussaatsaison

Jetzt beginnt die Aussaatsaison. Der März sollte dazu genutzt werden um zu überprüfen, ob alle, für die Frühjahrssaat erforderlichen Sämereien für den Zier – und Gemüsegarten vorhanden sind, fehlende werden jetzt angeschafft, denn im Frühjahr gibt es viele Dinge auf einmal zu tun.

Für Stauden ist jetzt Pflanzzeit. Ab Anfang März werden wieder die connatur Pflanzenpakete versendet. Jetzt ist auch die Zeit Lilienzwiebeln in die Erde zu bringen. Bei dieser Gelegenheit können auch die Pflanzplätze für Gladiolen, Tigerlilien, Canna und Dahlien vorbereitet werden. Knoblauch und Steckzwiebeln können jetzt in den Boden gebracht werden.

Bei sonnigem Wetter ist das Frühbeet zu lüften, damit die Pflanzen rechtzeitig abgehärtet werden. Im März können eingelagerte Meerrettich ausgepflanzt werden. Vorher werden alle Seitenwurzeln entfernt und die Stangen im Abstand von 50 cm schräg in die Erde gesteckt. so dass das Kopfende 5cm tief, das Wurzelende 10 cm tief im Boden ist. Rosen frieren von oben nach unten zurück. Daher ist ein Schnitt erst nach den strengsten Frösten sinnvoll.

Die Beetrosen werden auf 5 – 6 Augen zurückgesetzt und bei den Kletterrosen beschränkt man sich auf das Einkürzen schwacher Seitenverzweigungen auf ca. 10 cm. Einmalblühende Strauchrosen lichtet man im Gegensatz zu mehrmals blühenden nur aus und entfernt kranke und abgestorbene Triebe.

Die Kübelpflanzen sollten nun einen Frühjahrsschnitt erhalten, soweit sie nicht schon im Herbst zurück geschnitten wurden. Trockene oder von Pilzen befallene Triebe werden herausgeschnitten.

April: Tomaten

Im April können fast alle Gemüsesamen ins Freiland ausgesät werden. Wie wäre es denn in diesem Jahr mit wohlschmeckenden Tomaten, die im Garten oder auf dem Balkon heranwachsen? Dazu braucht man vorerst nur Anzuchterde und eine kleine Pflanzschale.

Der Samen wird auf die Anzuchterde gegeben und mit etwas Erde bedeckt. Ein leichtes Andrücken sorgt dafür, dass der Samen überall mit dem Boden in Berührung kommt. Obwohl die Anzuchterde schon feucht ist, sollte man trotzdem angießen. So werden optimale Keimbedingungen geschaffen.

Damit die Pflanzschale nicht austrocknet, gibt man dünne Haushaltsfolie darüber. Zusätzlich wird damit ein kleiner Treibhauseffekt erreicht. Auf der Fensterbank bei etwa 20 Grad Zimmertemperatur keimt der Samen nach etwa zwei Wochen.

Die dicht stehenden Pflänzchen sollten dann in größeren Abständen neu eingepflanzt werden. Dafür eignet sich besonders gut eine Multitopfplatte. Sie kann viele Jahre verwendet werden und kostet je nach Größe 2 bis 4 Euro. Mit einem konischen Pikierstab, ein Kugelschreiber ohne Mine erfüllt den gleichen Zweck, wird ein kleines Loch in die Erde gedrückt und das Pflänzchen hineingesetzt. Anschließend leicht andrücken, damit die Wurzeln mit der Erde Kontakt bekommen.

Nach etwa 4 Wochen können die Tomatenpflanzen umgetopft werden, und nach den Eisheiligen ins Freie gesetzt werden. Selbstgezogene Tomaten möglichst aus ökologischem Samen sind wesentlich aromatischer als holländische Treibhaustomaten. Dafür lohnt sich der Aufwand, und bei guter Witterung kann man bis Mitte November ernten.

Mai: Chinesische Hanfpalme:

Jetzt ist die Zeit, um schon den Sommerurlaub im heimischen Garten vorzubereiten. Exotisch anmutende Gehölze erzeugen Urlaubsstimmung und tragen dazu bei, dass der Garten zu einer grünen Insel fernab vom Trubel des Alltags wird - zum Entspannen nach Feierabend und am Wochenende. Für mediterrane Atmosphäre sorgt die Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei). Sie gilt als die frosthärteste aller Palmen. Der glatte, gerade Stamm wird oben von tief eingeschnittenen, großen Blättern gekrönt. Diese Palme verträgt leichten Frost und kann unter günstigen Bedingungen, beispielsweise in geschützten Innenhöfen oder im Weinbauklima, ganzjährig draußen wachsen. In ungünstigen Lagen kann man sie in einen großen Kübel pflanzen und ab April ins Freie an einen sonnigen und windgeschützten Platz stellen.
Es lohnt sich auch, den Garten mit wuchsfreudigen Kletterpflanzen zu verschönern, die im Sommer zum Beispiel Lauben, Torbögen oder Pergolen begrünen. Weil sich diese Pflanzen die dritte Dimension erobert haben, benötigen sie nur wenig Grundfläche und sind dennoch große Schmuckstücke.

Juni:  Schnitt bringt Ihre Hecke in Form

 Ende Juni haben die meisten laubabwerfenden Hecken ihr Hauptwachstum hinter sich. Werden die Pflanzen jetzt geschnitten, behalten sie ihre Form während des Sommers bei.

Mit der Heckenschere werden die einjährigen Triebe gekappt. Die optimale Wuchsform, die mit dem Schnitt angestrebt wird, sieht aus wie ein Trapez: Die Hecke verjüngt sich von der Basis nach oben. Die richtige Neigung beträgt pro Meter Pflanzenhöhe zehn Zentimeter auf jeder Seite. Ist eine Hecke also zwei Meter hoch und an ihrer Basis einen Meter breit, sollte die Krone etwa 60 Zentimeter messen.

Die Neigung hat den Sinn, dass auch die unteren

Heckenpartien ausreichend Licht bekommen. Ein Verkahlen der Pflanzen wird somit verhindert. Bei trockenem Wetter sollte die Hecke zudem gründlich gewässert werden, um ein Rücktrocknen der frisch beschnittenen Äste zu vermeiden.

Nach dem Junischnitt treiben die Hecken in der Regel kaum nach. Im August oder September kann dann der Wuchs erneut begradigt werden. Die richtige Zeit für einen Verjüngungsschnitt ist während der winterlichen Ruhephase.

Juli: Rosen-Neuheiten

Auch in den letzten Jahren waren Züchter und Kultivateure nicht untätig. So gibt es fast jährlich immer wieder neue Sorten für den Hobbygärtner und Rosenliebhaber. Sei es bei den Zwergrosen (z.B. Hit-Rosen - robust und blühwillig) oder bei den Bodendeckerrosen (z.B. Towns & Country Rosen - ideal für Kübel und Kästen) oder bei den Nostalgischen- bzw. Romantika-Rosen, die sich durch ihre Blütenform-, größe-, farbe und natürlich Duft auszeichnen. Hier zu nennen sind die Edelrosen Nostalgie, Augusta Luiese, Black Magic, Herz Ass, Ashram und als Strauchrose z.B. Barock, Sebastian Kneipp.
Auch bei den Beetrosen gibt es eine Vielzahl von neuen Sorten wie z.B. Palace-Rosen, Harkness- und Schlossrosen, die sich durch besonders gefüllte romantisch geformte Blüten und Farben hervorheben.
Wenn sie sich für diese neuen oder andere Rosensorten interessieren sollten, kommen sie zu uns in unseren erst neu eingeweihten Rosengarten und schauen
sich die verschiedenen Sorten an

August: Wühlmäuse im Garten
 

Wer hat sich nicht des Öfteren schon geärgert, wenn plötzlich die mühsam aufgezogenen Pflanzen die Köpfe hängen lassen und der halbe Garten untertunnelt scheint. Dann sind sie wieder am Werk, die schlimmsten Feinde eines jeden Hobby-Gärtners: die Wühlmäuse.
Sie fressen auf ihrem Weg Wurzeln von Stauden, Gehölzen, ganze Blumenzwiebeln und natürlich auch Wurzelgemüse wie Möhren, Schwarzwurzeln usw.
Die Bekämpfung dieser Schadnager ist gar nicht so einfach, da sie im Gegensatz zum nützlichen Maulwurf nie einzeln auftreten. Um diese Jahreszeit ist der Einsatz von Begasungsmitteln am ehesten zu empfehlen. Es gibt verschiedene Produkte wie Granulate, die wenn sie mit der Bodenfeuchtigkeit in Verbindung kommen, ein Gas ausströmen und dann durch die Gänge ziehen.
Relativ ähnlich wirken die so genannten Wühlmauspatronen, die jedoch vorher wie ein Streichholz angezündet werden müssen. Möchte man mit Giftködern arbeiten, sollte man jetzt auf jeden Fall Frischköder einsetzen, da die diversen Trockenprodukte jetzt meistens verschmäht werden. Einfach frische Möhrenwürfel mit Wühlmauspaste bestreichen und in die Gänge legen. Trockenköder wird am Besten ab Oktober eingesetzt, da dann das Nahrungsangebot für die Nager nicht mehr so groß ist.
Weiterhin ist der Einsatz von den verschiedensten Fallen ebenfalls empfehlenswert.

 September: Kernobsternte

Im Laufe des Septembers beginnt die Kernobsternte.und somit auch die Pflegemaßnahmen im Obstgarten.

Der Gemüsegarten. Jetzt kann Wintersalat gepflanzt werden.
Der Bleichsellerie ist soweit entwickelt, dass mit dem Bleichen begonnen werden kann.
Knollensellerie sollte jetzt noch einmal gedüngt werden.
Wer im Winter frische Petersilie und Schnittlauch ernten möchte, muss sie jetzt in Töpfe pflanzen.

Der Ziergarten. Die Knollen der Gladiolen sollte man im Laufe des Septembers aus dem Boden nehmen.
Ein Teil der Blumenzwiebeln für die Frühjahrsblüher können jetzt schon in die Erde gebracht werden.
Strohblumen können jetzt abgeschnitten und zum trocknen aufgehängt werden.

Oktober: Blumenzwiebeln

Pflanzen Sie sich jetzt mit Blumenzwiebeln Ihren Frühling 2005
Jetzt ist wieder der Zeitpunkt gekommen, wo man sich gedanklich schon wieder auf den nächsten Frühling einstellen muss.
Wenn es ab März in ihrem Garten so richtig blühen soll, dann sollten sie jetzt die Zwiebeln von Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und so weiter pflanzen.
Immer beliebter wird auch die Kultur von Zwiebeln in der Wohnung. Die gefragteste Blumenzwiebel hierfür ist zweifelsohne die Amaryllis. Sie gibt es mittlerweile in vielen Farben, ob gefüllt oder einfach blühend, groß- oder kleinblumig. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Die recht große Amarylliszwiebel sollte ab Mitte Oktober in einen ausreichend großen Topf gepflanzt werden, jedoch nur so tief, dass der Zwiebelhals noch aus der Erde herausschaut. Einmal kräftig angießen und dann erst wieder gießen bis der Blütenstiel ca. handbreit ausgetrieben ist. An einem hellen, nicht zu warmen Standort, hat man lange Freude an dieser Pflanze. Nicht selten werden bis zu drei Stiele mit jeweils vier Blüten getrieben. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Zwiebel eine Mindestgröße von 26/28 cm hat. Nach der Blüte einmal die Woche mit einem guten Flüssigdünger gießen und dann bis in den Sommer hinein wachsen lassen. So kann man an seiner Amaryllis viele Jahre Freude haben.

 November: Winterschutz für Pflanzen
 

Leider leider - ist es sehr kühl geworden. Die Nachfröste haben ihre Spuren an den Pflanzen hinterlassen. Sorgen Sie für ausreichend Winterschutz bei Pflanzen, die nicht ganz winterhart sind. Verschiede Materialien schützen vor Frostschäden.

 Mit Stroh oder Jute umwickelt, überstehen auch ältere Rosenhochstämme den Frost.
Luftpolsterfolien, Bambus- oder Schilfmatten, Jute, Styroporplatten aber auch Laub geben vielen Pflanzen Schutz.

Laub nicht überall im Garten entfernen, denn es schützt kälteanfällige Zwiebelblumen und Stauden. Kleintierlebewesen nutzen es als Zufluchtsstätte.

Balkon und Kübelpflanzen schützen Sie mit dickem Jutestoff. Stellen Sie die Pflanze auf Styroporplatten, wickeln Sie den Jutestoff um den Topf, verstecken Sie unter dem Stoff noch einige Lagen Luftpolsterfolie. Das ganze verschnüren.

Nicht nur gegen den Frost, sondern auch gegen die Sonne müssen einige Pflanzen im Winter geschützt werden. Schilf- oder Bambusmatten verhindern das Vertrocknen der Pflanzen, denn bei Bodenfrost und Sonnenschein verdunstet das Blatt-Wasser, das Blatt würde vertrocknen und braun werden.

Tipp: Wässern Sie Ihre Pflanzen vor den Frostperioden genügend!

 

Dezember: Heidenreiche Herbststimmung

Heidenreiche Herbststimmung

Ein paar Schritte nach draußen und schon ist es geschehen: Mitten im Herbst steht man in einem Feuerwerk der Farben ? die Heide blüht. Es ist das untrügliche Zeichen für den Herbst, wenn die vielen kleinen Blüten in den schönsten Rot-, Violett- und Rosatönen, gemischt mit reinem Weiß, leuchten. Wer jetzt nur die typischen Heidelandschaften Norddeutschlands vor dem inneren Auge hat, sei eines Besseren belehrt: Auch vor der eigenen Haustür lässt sich ein wunderschöner Heidegarten en miniature gestalten.

Sonnenanbeter

Heidegärten erfreuen sich seit Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Sie sind anspruchslos, pflegeleicht und bieten mit der richtigen Sortenauswahl fast das ganze Jahr über einen abwechslungsreichen Anblick. Heidegärten benötigen viel Sonne, daher ist eine Südlage ideal. Bei anhaltender Trockenheit muss allerdings zusätzlich gewässert werden, damit die Pflanzen nicht austrocknen.

Partner für den Herbst

Beliebt ist in Heidegärten die Kombination der früh blühenden Besenheide mit der winterblühenden Schneeheide (Erica carnea), die abgesehen von sehr tiefen Frösten winterhart ist. Im Gegensatz zur Besenheide gedeiht sie auch auf typischem Gartenboden, wenn er genügend Humus enthält. Ihre Hauptblütezeit dauert von Dezember bis in den April, einige Knospen öffnen sich jedoch bereits im November. Sie ist mit weißen, roten und rosafarbenen Blüten erhältlich. Auch Erica gracilis, die Glockenheide, gehört seit jeher zum Repertoire eines Heidebeetes. Diese zierliche Heidepflanze leuchtet von Oktober bis in den Dezember hinein. Ihre Farbpalette reicht von reinem Weiß über verschiedene Rosatöne bis hin zu kräftigem Rot und Rot-Violett. Neben den Heidegarten-Klassikern wie Eriken und Callunen gibt es eine breite Auswahl an Begleitpflanzen. Strukturgebend wirken Gräser, wie zum Beispiel das Pfeifengras, oder verschiedene Gehölze, die auch in der natürlichen Heidelandschaft vorkommen, wie Birken, klein bleibende Kiefern, Säulenwacholder oder auch Ginster.

Pflanztipp:
Pflanzen Sie Heidekraut immer in nach Sorten geordneten Gruppen, um den für Heidebeete typischen Farbenteppich zu erzielen. Achten Sie jedoch darauf, die Pflanzen nicht zu dicht nebeneinander zu setzen, da die einzelnen Exemplare Platz für ihre Entwicklung benötigen. Bei Neupflanzung empfehlen sich 10 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter. Berücksichtigen Sie schon vor der Pflanzung die Blütezeiten, Blüten- und Laubfarbe sowie die Wuchskraft der einzelnen Sorten, um eine optimale Wirkung zu erzielen.