2008 Archiv aktueller Gartentipp

                    

                    

 Januar: Zaubernuss

 

Hamamelis intermedia / Zaubernuss
Zaubernüsse sind wegen ihrer spektakulären Blüte, der oft prachtvollen Herbstfärbung und wegen ihres gefälligen Wuchses ausgesprochene Einzelgehölze, die einen Sonderplatz an Wegen, Terrassen, auf Rasenplätzen oder vor dunklen Hecken verdient haben.
Die zarten Blütenblätter widerstehen selbst Frösten bis – 10° C. Bei einem Kälteeinbruch rollen sich die bandförmigen Blütenblätter zusammen und öffnen sich erst wieder bei Temperaturen, die über dem Gefrierpunkt liegen.

Blütezeit (Geruch)                                          Januar, Februar, März je nach Sorte

Blütenfarbe                                                     gelb, orange, rot je nach Sorte

Blattfarbe u. Blattphase                                 Grün, Sommergrün

Blattform                                                          eirund, Blattrand gesägt

Herbstfärbung                                                gelb bis orangerot

Frucht                                                              auffallende Kapseln

Wuchshöhe                                                    1,5 - 4 m

Habitus                                                            trichterförmig wachsender Strauch

Standort (Boden)                                           nahrhaft, frisch bis feucht aber durchlässig

Standort (Licht)                                              sonnig bis halbschattig

Verwendung                                                  als Solitärstrauch an Terrassen und in Staudenbeeten

Herkunft                                                          Ostasien und Nordamerika

 

Februar: Die richtige Zeit für Baumpflege

 

Langsam, aber sicher, werden die Tage wieder länger. Die Gartenarbeit, die für drei Monate geruht hat, kann jetzt wieder beginnen. Schnittarbeiten und Baumpflege können auch bei Temperaturen bis minus drei Grad Celsius erledigt werden.
Im Februar sollte man sich um die Stämme kümmern. An Obstbäumen sollte man die losen Rindenteile abkratzen. So entfernt man Schädlinge samt Gelegen, wie z.B. die Rote Spinne, die sich unter den Rindenschuppen vermehren oder weiter entwickeln kann. Bei starkem Befall durch die Rote Spinne - oder durch die Große Obstbaumschildlaus - würde der Baum - und später im Jahr das Obst - Schaden nehmen. Die Blutlaus könnte später die Triebe schädigen.
Wichtig: Das abgekratzte Rindengut muss unbedingt in die Restmülltonne! Damit verhindert man einen erneuten Befall durch die Schädlinge. Auch Baumkronen und Äste sollte man genau betrachten, denn auch sie können befallen sein.
Werkzeuge für die Stammpflege, wie Drahtbürsten gibt es ab zwei Euro, Rindenkratzer kosten zwischen zehn und 25 Euro.
Jetzt ist auch die richtige Zeit für einen Weißanstrich der Bäume. Im ausklingenden Winter, wenn die Nächte noch kalt sind, am Tag aber schon kräftig die Sonne scheint, erhitzt sich dunkle Rinde sehr schnell. Dieser extreme Temperaturanstieg führt zum senkrechten Aufplatzen der Rinde.
Um das zu verhindern, wird der Baumstamm weiß gestrichen. Das Licht wird reflektiert, und der Stamm heizt sich nicht so stark auf. Einen Weißanstrich kann man aus Kalk und Molke selbst herstellen. Fertigprodukte gibt es zwischen sechs und neun Euro. Für einen Baum braucht man je nach Stammstärke zwischen 150 und 200 Gramm.
Obstgehölze lassen sich im Februar ebenfalls gut pflegen bzw. schneiden, wie z.B. Stachelbeeren. Wichtig ist das Freischneiden, damit man später beim Pflücken wieder gut in den Busch hineingreifen kann.
 

März: Im Märzen, der Bauer, die Rösslein ...

Allgemeines

Vor der Aussaat und dem Auspflanzen muss der Boden tiefgründig gelockert und evtl. mit Kompost angereichert werden.

Bei mildem Wetter kann der Frostschutz von Rosen, Stauden, Obstgehölzen und anderen Pflanzen entfernt werden; bei Kübelpflanzen ist Vorsicht geboten.

Überwinterte Kübelpflanzen zurück stutzen und heller stellen. Ist der Boden aufgetaut, kann man Stauden, Gräser und Gehölze pflanzen.

Der Blumengarten

Die Sommerblumen müssen jetzt spätestens vorgezogen werden. Sie brauchen einen hellen, warmen Standort am Fenster.

Vorsicht, die Sonne scheint schon wieder sehr stark. Empfindliche Pflanzen schattieren.

Die angehäufte Erde bei Beet- und Edelrosen einebnen und die Triebe zurückschneiden

Der Obst- und Gemüsegarten

Rettiche, Pflück- und Kopfsalat, Kohlrabi, Blumenkohl und Lauch ins Frühbeet säen.

Der Schnitt von Obst- und Ziergehölzen ist nur so lange zu empfehlen, wie sie in der Saftruhe sind. Bluten die Wunden, ist die Zeit vorbei.

Radieschen Anfang März säen: Legen Sie die Samen 1-2cm tief in den Boden, am besten in Reihen mit 25 cm Abstand. Nach dem Keimen "verziehen", d.h. nur alle 6cm einen starken Sämling stehen lassen. Die restlichen reißt man raus. Blühende Lenzrosen pflegen: Haken sie etwas Kalk in den Gartenboden ein und schneiden sie altes Laub ab, bevor sich die Blüten entfalten. Entfernen sie verwelkte Blüten, denn das Reifen der Samen schwächt die Pflanze.

Bärlauch pflanzen:

Bärlauch möchte einen schattigen, feuchten Platz. Wenn es ihm dort gefällt, breitet er sich nach einigen Jahren stark aus. Nach der Blüte zieht der Bärlauch ganz ein und stört dann nicht mehr. In den ersten Jahren verteilt man über den Pflanzen Herbstlaub als Mulchdecke.

 

April: Kartoffelaussaat

Mitte April bis Mitte Mai kommen die Frühkartoffeln in den Boden. Saatkartoffeln bekommt man in Gärtnereien und im Baumarkt. Für unseren Kleingarten reichen in der Regel Packungen von 2,5 kg (ca. 40 -50 Saatkartoffeln) Gewicht. Wer kleinere Flächen bestellen möchte, teilt sich am besten einen Beutel mit seinem Nachbarn.

Die Saatkartoffeln kauft man ca. 14 Tage vor der Aussaat und lässt diese an einem dunklen Ort bei ca. 15-18 Grad vorkeimen.

Für ca. 45 Saatkartoffeln benötigt man eine Fläche von 2,5 mal 4 Meter. Kartoffeln mögen leichten Boden. Vor der Aussaat gräbt man tiefgründig um und harkt die Fläche glatt. Im Abstand von 50 cm werden mit dem Spaten 8 cm tiefe Reihen gezogen. In den Reihen werden die Kartoffeln in 40 cm Abstand gelegt. Gut aufpassen, dass die Keime an den Kartoffeln nicht beschädigt werden, an den Keimen wachsen später die neuen Kartoffeln. Die gelegte Kartoffel wird beim Wachstum voll aufgezehrt.

Wenn die Kartoffeln 10 cm aus der Erde schauen wird angehäufelt.

Geerntet wird nach der Blüte im Juli.

Mit Kartoffeln hat man wenig Arbeit, sie verdrängen selbst Unkraut.

 

Mai: Garten richtig bewässern

In den Sommermonaten braucht der Garten häufig eine zusätzliche Bewässerung. Aber Vorsicht: Zu viel Wasser schadet den Pflanzen. Die beste Zeit für den künstlichen Regen ist in den Morgen- und Abendstunden.

Eine gründliche Beregnung alle zwei bis drei Tage ist meist völlig ausreichend. Übermäßiges Wässern kann dagegen die Pflanzen anfällig für Krankheiten machen. Beim Rasen können die Wurzeln verflachen, Moos und andere Gräser können sich zwischen den Rasenpflanzen breit machen.

Oft wirkt der Boden oberflächlich ausgedörrt, unter der Kruste ist er aber noch feucht genug. Wer sich nicht sicher ist, kann zum Spatentest greifen: Ein durch die Kruste gestochener Spaten offenbart den Feuchtigkeitsgehalt im Wurzelbereich.

Wird während der Mittagshitze bewässert, kann das mehrere negative Auswirkungen haben. Der Temperaturunterschied zwischen den heißen Blättern und dem kühlen Gießwasser ist groß, die Pflanzen können einen Schock bekommen. Außerdem wirken Tropfen auf dem Gewebe wie ein Brennglas, das die Pflanzen verbrennt. Eine Bewässerung morgens oder abends vermeidet diese Nachteile. Darüber hinaus ist dann der Wasserverbrauch geringer, da weniger verdunstet.

Feinste Tröpfchen direkt an die Wurzeln

Als Bewässerungstechnik bieten sich je nach Aufgabenstellung und Geldbeutel verschiedene Methoden an. Das Wässern mit der Gießkanne oder dem einfachen Gartenschlauch ist ineffektiv und verbraucht viel kostbares Nass. Moderne Sprenger sorgen dagegen für eine gleichmäßige Beregnung.

Sehr praktisch und leicht zu installieren sind Systeme zur Tröpfchenbewässerung. Dabei wird das Wasser über dünne Schläuche direkt an die Wurzelbereiche geleitet. Das verringert den Wasserbedarf, wodurch sich das System recht schnell amortisiert.

Praktisch sind zur nahenden Urlaubszeit auch Bewässerungscomputer und Zeitschaltuhren: Sie regeln die Bewässerung, wenn der Gartenfreund nicht zu Hause ist. Regensensoren und Feuchtefühler sorgen dafür, dass die Pflanzen nicht ertrinken, falls es doch regnen sollte.

Juni: Verschiedene Tipps

Polsterpflanzen nach der Blüte schneiden.
Die abgeblühten Polster von Blaukissen, Phlox und vielen anderen Frühlingsblühern werden jetzt kräftig zurück geschnitten. Auch ältere Exemplare treiben danach wieder kräftig aus.

Porree pflanzen.
Porree für die Späternte im Herbst und Winter wird zwischen Mitte und Ende Juni gepflanzt.

Obstbäume gießen.
Gießen Sie in trockenen Wochen auch Ihre Obstbäume wöchentlich: 30 bis 40 Liter Wasser pro qm Wurzelfläche.

Schattieren mit Kürbis.
Da es für die Feuchtigkeit im Komposthaufen von Vorteil ist, wenn er beschattet wird, ist es sinnvoll, etwa einen halben Meter neben der Miete entfernt einen Kürbis in den Boden zu pflanzen und die Ranken auf den Komposthaufen zu leiten. So liegt er im Schatten, und die Nährstoffe bleiben erhalten.

Offene Flächen mulchen,
damit der Boden feucht bleibt. Sie können unter Obstbäumen auch einen lebendigen Teppich aus Kapuzinerkresse anlegen. Diese Pflanze hilft gegen Blutläuse und schwarze Läuse. Steinklee oder Senfsaat eignen sich ebenfalls für Baumscheiben.

Unter Beerensträuchern
sollten Sie Grasschnitt, gehacktes Stroh oder Laub als schützende Bodendecke ausbreiten.

Erdbeeren
Zwischen den Reihen den Boden mit Stroh abdecken. So bleiben die Früchte sauber und Schnecken werden abgewehrt, weil sie zwischen den starren, trockenen Halmen schlecht vorwärts kommen.

Kräuterjauchen
Vergessen Sie nicht, laufend Kräuterjauchen zur Kräftigung Ihrer Pflanzen anzusetzen, Beinwell, Ackerschachtelhalm und Brennnesseln sind dazu gut geeignet.

Tomaten
Bei den Tomaten regelmäßig die Geiztriebe (wachsen aus den Blattachseln) ausbrechen. Nicht mehr als 5 bis 6 Fruchtstände pro Pflanze stehen lassen, neue Tomatentriebe entfernen.

Juli: Verschiedene Tipps

Kräuter ernten
Bohnenkraut und Majoran entwickeln kurz vor der Blüte ihre größte Würzkraft. Zum trocknen die Kräuter kurz über dem Boden abschneiden, bündeln und unter Dach im luftigen
Schatten aufhängen. Anschließend Blätter von den Stielen streifen und in Schraubgläser füllen.

Erdbeerpflanzen pflegen
Nach Abschluss der Ernte ist es ratsam, das Laub der Erdbeerpflanzen abzuschneiden und zu vernichten. Nur das Herz bleibt stehen und darf nicht beschädigt werden. Altes Laub ist häufig von Pilzen befallen (Echter Mehltau, Weißfleckenkrankheit), der Schnitt des Laubes unterbindet deren Ausbreitung.

Der Sommer ist auch der richtige Zeitpunkt, mit reifem Kompost zu düngen. Denn dies fördert die Anlage neuer Blütenknospen, die im Spätsommer bereits für das nächste Jahr ausgebildet werden.

Tomaten müssen immer noch regelmäßig entgeizt werden. Vergessen Sie bitte auch nicht den Lauch anzuhäufeln, damit er schöne weiße Schäfte entwickelt. Gurken müssen bei Hitze regelmässig gegossen werden. Trockener Boden verursacht Wachstumsstörungen und bittere Früchte!

Das Wässern gehört zu den wichtigsten Pflegearbeiten im Sommer. Alle Gemüse- und Blumenbeete sollten Sie, wenn möglich, direkt in den Wurzelbereich gießen. Es ist wirkungsvoller, ein- bis zweimal wöchentlich das Erdreich und die Wurzeln durchdringend anzufeuchten, als öfter obenhin ein paar Tropfen zu verteilen. Geringe Wassermengen verdunsten rasch an der Oberfläche und nutzen den tiefergelegenen Wurzeln wenig. Der Sprenger darf nur frühmorgens eingeschaltet werden. Ein nasser Garten lockt am Abend alle Schnecken an wie ein Magnet.

August : Verschiedene Tipps

Blauregen (Wisteria)
jetzt schneiden: Durch gezielten Rückschnitt der diesjährigen Triebe fördern Sie die Bildung von Blütenknospen. Kappen Sie alle Triebe, die Sie nicht für den Aufbau des Spaliers brauchen, auf 15–30 cm.

Brombeeren ernten
Die Früchte sind reif, wenn sie sich leicht vom Zapfen lösen lassen. Nach der Ernte die abgetragenen Ruten entfernen.

Aufbaukur
Auf abgeernteten Gemüsebeeten eine Gründüngung aussäen.

Buchs vermehren.
Im August haben die jungen Buchstriebe genau die richtige Reife für Stecklinge. Sie sind nicht mehr weich, aber auch noch nicht verholzt. Die etwa fingerlangen Triebspitzen werden im unteren Drittel entblättert und in ein Gemisch aus Sand und Erde gesteckt (1:1). Eine Haube aus durchsichtiger Folie schützt sie vor dem Austrocknen. Nach wenigen Wochen haben sich draußen an einem warmen, aber halbschattigen bis schattigen Platz die ersten Wurzeln gebildet. Die Jungpflanzen sind bereits sehr robust und können schon im ersten Winter draußen bleiben.

Winterzwiebeln säen.
Um gleich im nächsten Frühjahr frische Zwiebeln ernten zu können, wird zwischen 15. und 20. August ausgesät.

Beerensträucher nach der Ernte schneiden
Für Beerenobststräucher ist es günstig, im August einen Sommerschnitt durchzuführen und die Sträucher auszulichten. Dies fördert die Bildung von kräftigem Fruchtholz für die nächste Ernte.

Erdbeerausläufer abtrennen und in zuvor tiefgründig gelockerten Boden neu verpflanzen. War das Beet vorher belegt und muß jetzt auf die Schnelle vorbereitet werden, wartet man besser noch ein wenig mit der Pflanzung, bis sich die Erde gesetzt hat, damit die Ausläufer gut einwurzeln.

 

September: Vom richtigen Zeitpunkt

Wie für jedes Obst gilt auch für den Apfel: Der richtige Erntezeitpunkt entscheidet über den Geschmack. Grundsätzlich ist es empfehlenswert wie die Erwerbsobstbauern mehrmals zu pflücken und dabei jeweils nur die am besten ausgefärbten Früchte zu ernten. Die in Sortenlisten aufgeführten Reifezeiten sind nur Richtwerte. Denn je nach Unterlage, Standort, Klimaregion und jährlichem Witterungsverlauf kann der Erntezeitpunkt um zwei bis vier Wochen variieren.

Besonders bei späten Lagersorten besteht ein Unterschied zwischen Pflück- und Genussreife. Frühe Sorten schmecken bereits direkt vom Baum, sehr spät reifende Wintersorten entfalten ihr volles Aroma erst nach einer gewissen Lagerzeit.

Um festzustellen, ob Äpfel bereits erntereif sind, schneiden Sie eine Frucht auf. Bei frühreifenden Sorten können Sie mit der Ernte bereits beginnen, wenn die Kerne erste Ansätze der Braunverfärbung zeigen. Spätreifende Sorten sollten sie erst dann ernten, wenn die Kerne deutlich braun sind. Die Kernfarbe ist aber kein zuverlässiges Merkmal. Im Zweifel empfiehlt sich ein Jod-Stärke-Test mit einer Lugol’schen Lösung aus der Apotheke oder Drogerie, der entsprechend der Bedienungsanleitung einfach und rasch durchführbar ist. Hierbei wird eine Jod-Kaliumjodid-Lösung auf das Fruchtfleisch aufgetragen. Je geringer die Verfärbung ist, desto reifer ist die Frucht.

Ein wichtiger Hinweis ist grundsätzlich die Grundfarbe des Apfels: Beim Farbumschlag von grün nach gelb können erste „ Bissproben“ erfolgen.

 

Oktober: Garten im Oktober

Jetzt Knoblauch pflanzen.  Im Oktober ist die beste Zeit Knoblauch zu pflanzen.

Im Oktober fallen viele Abfälle an, die man direkt verwerten kann. Um im nächsten Jahr frischen Humus zu erhalten, sollte man jetzt den Kompost anlegen.

 Bäume umsetzen. Die warmen Tage an denen Bäume an Wassermangel leiden, sind längst vorbei. Jetzt ist die richtige Zeit Bäume wie Obstbäume, Koniferen und Sträucher umzusetzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pflanzgrube groß genug ist und nach dem Setzen des Baumes gut gegossen wird. Dazu gießt man viel Wasser an den Baum und hebt ihn, sofern möglich, leicht an und setzt ihn wieder ab. Wiederholt man das mehrmals, sickert das Wasser gut ein und der Baum wird stabilisiert.

Der Rasen sollte vor dem Winter noch einmal gut gepflegt werden. Im Oktober erfolgt der letzte Schnitt, das Vertikutieren und natürlich das Kalken. Außerdem kann Sand ausgestreut bzw. eingekehrt werden, was gegen Staunässe sehr hilft.

Der Frostspanner richtet im Frühling oft Schäden an Obstbäumen an. Aus diesem Grund sollte man jetzt Leimringe gegen diesen Schädling anbringen. Wichtig ist, dass der Leimring fest am Baum sitzt, sodass der Frostspanner nicht unter dem Ring schlüpfen kann und so sein Ziel, die Baumkrone, erreicht.

 

November: Verschiedene Aktivitäten im Garten

Nicht winterharte Kübelpflanzen sollten spätestens jetzt zurück geschnitten und eingeräumt werden. Die kalten Nächte könnten sonst schwere Gewebeschäden anrichten, die nicht mehr wieder gut zu machen wären. Alles Verwelkte muss abgeschnitten werden. Ist die Erde in den Töpfen noch zu nass, sollte man die Pflanzen erst für einige Tage regengeschützt aufstellen (Unter einem Vordach, unters Carport usw.), damit die Erde etwas abtrocknen kann. Zu nasse Erde im Winterquartier kann zu schweren Wurzelschäden führen.

Der Rasen muss ein letztes Mal kurz geschnitten werden. Laub und andere Pflanzenreste sollte man vom Rasen restlos entfernen, um Schimmelbildung zu verhindern. Der Boden unter dem Rasen soll und muss auch im Winter durchlässig bleiben. Hilfreich ist außerdem noch eine letzte Düngung.  Nach dem letzten Rasenschnitt sollte der Rasenmäher, sowie die Motorsense gleich winterfest gemacht werden. Alle Gerätschaften sollten sauber in den Winter kommen. Kleinere Reparaturarbeiten besser jetzt erledigen, damit im kommenden Frühjahr damit keine Zeit vergeudet werden muss.

Auch im Staudenbeet sollte man jetzt zur Schere greifen. Welke Stauden sollten abgeschnitten werden. Die Blütenreste von Fetthenne kann man getrost stehen lassen. Sie sind nicht nur eine Zierde im winterlichen Garten, sie dienen den Pflanzen auch als Schutz vor Kälte und übermäßiger Nässe. Stauden, wo man die Samenstände nicht entfernt hat, kann man ebenfall stehen lassen, sie bieten vielen Vögeln reichlich Futter.

Im Herbst gepflanzte Pflanzen sollte man im ersten Winter etwas schützen. Hierfür kann man die Pflanzen im Wurzelbereich etwas mit Erde anhäufeln, oder mit einer dicken Schicht Laub vor Kälte schützen. Dasselbe gilt auch für Rosen . Verblühte Triebe sauber abschneiden und die Rosenstöcke anhäufeln. Auch hier kann man zusätzlich eine dicke Schicht Laub anbringen.

Obstgehölze kann man jetzt noch pflanzen. Eine Ausnahme bilden hier nur einige Arten, wie zum Beispiel Pfirsich, Aprikosen, oder Walnüsse. Diese pflanzt man besser im Frühjahr. Beerensträucher, die zu dicht gewachsen sind, kann man jetzt noch auslichten. Keinen Rückschnitt vornehmen, nur störende, oder abgestorbene Triebe entfernen. Frisch gepflanzte Obstbäume sind für eine kräftige Kompostgabe dankbar. Diese dient nicht nur als Starthilfe, sondern auch als Winterschutz.

m Gemüsegarten erntet man die letzten Gemüsesorten. Alles Gemüse, deren unterirdische Teile verzehrt werden (Möhren, Rüben), ist noch vor den ersten Frösten zu ernten. Einzig Porree, Rosen- und Grünkohl können in den Beeten bleiben.  Grünkohl schmeckt sowieso erst dann richtig gut, wenn er etwas Frost abbekommen hat.
Zu guter Letzt sind noch die Gartenwerkzeuge, die man nicht mehr benötigt, gründlich gereinigt, eingefettet und eingewintert. So wird dafür gesorgt, dass man im kommenden Frühjahr mit einer Gerätschaft, die Tip-Top ist, die Arbeiten beginnen zu können.

Dezember: Garten

 

Geräte einfetten

Da im Dezember nur noch selten Bodenbearbeitung möglich ist, werden alle nicht mehr benötigten Geräte gut gesäubert und eingefettet. Das ist vor allem bei Spaten, Grabegabeln, und Hacken von Vorteil. Das Fett oder Öl wird als hauchdünne Schicht mit einem Lappen aufgetragen. Auch Gartenscheren kommen mit einem Sprühölfilm gut über den Winter.

 

Edelreiser schneiden

Sollen im Frühjahr ältere Obstbäume umveredelt werden, müssen im Dezember die dazu erforderlichen Edelreiser geschnitten werden. Als Reiser eigen sich nur kräftige, einjährige Triebe, die am besten von der Südseite eines gut tragenden Baumes gewonnen werden, da diese Reiser gut ausgereift sind. So genannte Wasserschosse sind als Pfropfreiser nicht geeignet. Die Triebe werden in voller Länge geschnitten, also nicht gekürzt und gebündelt bis etwa ein Drittel ihrer Länge an einer Stelle im Freien eingeschlagen, die vor Sonne geschützt ist. Auch der Winterschnitt der Obstbäume kann bei frostfreiem Wetter bereits im Dezember beginnen.
 

Leimringe kontrollieren

Die im Oktober angelegten Leimringe zur Bekämpfung des Frostspanners sind im Dezember oft nicht mehr so fängig und sollten kontrolliert und erneuert werden.
Am Leim anhaftender Staub und Schmutz würde es den auch im Dezember noch aktiven Weibchen möglich machen, die Leimringe zu überkriechen. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit auch die Baumstämme unter den Leimringen. Vorhandene Schadinsekten sollten beseitigt werden. Die alten Leimringe werden über den Hausmüll entsorgt.