Die Geschichte des Obst- und Gartenbauverein Rosenberg

 

Etwa ab dem Jahr 1987 wurde bei mehreren Besuchen des Kreisobstbauberaters Anton Vaas in Rosenberg bei der Gemeindeverwaltung Rosenberg immer wieder angeregt, ob sich nicht auch hier in Rosenberg genügend Interessenten für die Gründung eines Obst- und Gartenbauvereines finden lassen würden. Durch tatkräftige Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Hugo Ackermann wurde ein entsprechendes Interesse bei den Bürgern festgestellt und so trafen sich nach zwei Jahren Vorbereitungen am 16. Februar 1989 zehn interessierte Bürger der Gemeinde mit Anton Vaas und Bürgermeister Ackermann, um sich über die Gründung eines Obst- und Gartenbauvereines zu informieren. Diese Personen waren: Dieter Buchmann †, Bruno Fürst, Franz Merz, Hans Müller †, Erhard Schimmele, Willi Schlosser, Theresia Schmid †, Gabriele Seitz, Gotthilf Seitz † und Thomas Stier. Bei diesem Treffen wurde die Gründung des OGV-Rosenbergs durch Einberufung einer Gründungsversammlung beschlossen. Der Termin der Gründungsversammlung wurde auf den 5. April 1989 festgelegt. Um bei der Gründungsversammlung bereits nähere Erläuterungen geben zu können, wurde bei zwei weiteren Treffen der Initiatoren eine Satzung und eine Wahl- und Geschäftsordnung vorbereitet.

 

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Katholischen Gemeindezentrum in Rosenberg wurde die Gründungsversammlung vor 41 Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Rosenberg durch Bürgermeister Ackermann eröffnet. Herr Ackermann ging in seiner Begrüßung und Einleitung auf die Gedanken zur Entstehung eines Obst- und Gartenbauvereines ein. Sein besonderer Gruß und Dank galt Anton Vaas für die bis dahin unterstützenden Vorbereitungen und sein seitheriges Engagement für den Obst- und Gartenbau in Rosenberg. Im Anschluss daran referierte Anton Vaas über Grundsätzliches und über die Ziele eines Obst- und Gartenbauvereins und zitierte dazu aus der vorbereiteten Satzung. Diese und die Wahl- und Geschäftsordnung wurde im Anschluss im Wortlaut verlesen. Die Anwesenden wurden durch Eintrag in eine Anwesenheitsliste erfasst. Hierbei erklärten 34 Personen mit ihrer Unterschrift die Mitgliedschaft im Verein. Damit galt der Verein als gegründet. Die Satzung und die Wahl- und Geschäftsordnung wurde besprochen und nach entsprechenden Vorschlägen teilweise verändert und anschließend einstimmig beschlossen.

 

Die darauf folgenden Wahlen zur ersten Vorstandschaft brachte folgendes Ergebnis: 1. Vorstand Erhard Schimmele (bis 2004), 2. Vorstand Franz Merz (bis 1993), Kassier Dieter Buchmann (bis 1995), Schriftführer Thomas Stier (bis 2003, danach ab 2004 1. Vorstand). Als Beiratsmitglieder wurden gewählt: Bruno Fürst (ab 1993 2. Vorstand, ab 2015 wieder Beiratsmitglied), Lilo Mack (bis 1993), Hans Müller (bis 1993), Wilhelm Schlosser (bis 2015), Theresia Schmid (bis 1991) und Wolfgang Sorg (bis 1991).

 

Durch Wechsel in der Vorstandschaft und im Ausschuss waren bzw. sind  bis heute noch folgende Personen aktiv: Dieter Abele (Kassier von 1995–2003), Hans Blumenstock (Ausschuss ab 1993-2023), Klaus Egetenmeyer (Ausschuss von 1993-1999), Franz Fischer (Ausschuss 2000-2017), Matthäus Fischer (Ausschuss von 1991-2015), Alfred Frank (Kassier ab 2003-2019),  Ursel Klein (Ausschuss 1999-2015), Helmut Liebhaber (Ausschuss 1991-2000), Gertrud Rupp (Schriftführerin 2005-2013), Sieglinde Seigfried (Ausschuss 1993-2013), Werner Wenn (Schriftführer 2013-2021) und Dietmar Merz (Ausschuss ab 2013, 2. Vorstand 2015-2021, Vorsitzender ab 2021), Maria Gönner (Ausschuss ab 2015), Uschi Schopf (Ausschuss 2015-2018), Andreas Stier (Ausschuss 2015-2019,  Kassier ab 2019), Silke Buchmann (Ausschuss ab 2018), Gerhard Buczinski (Ausschuss ab 2017-2021, Vorsitzender ab 2021), Armin Lay (Ausschuss 2019-2021, Vorsitzender ab 2021-2022), Klaus Momper (Ausschuss ab 2021), Peter Weingart (Ausschuss ab 2023).

 

Ab 1993 diskutierte Vorstandschaft des OGV Rosenberg über die mögliche Einrichtung eines Lehrgartens in Form eines Rosengartens als Gegenstück zu den überall entstehenden Lehrgärten für den Obst- und Gartenbau. Nach weiteren Diskussionen um Ort und Kosten einer Einrichtung und Anfragen an die Gemeinde zur Verfügungsstellung eines Grundstückes wird erstmals in der Mitgliederversammlung 1999 der Vorschlag auf Anlage eines Rosengartens öffentlich gemacht. Nach weiteren Vorarbeiten wurde in der Mitgliederversammlung 2001 beschlossen, dass der Rosengarten auf diesem 2500 m² großen Grundstück westlich des Rathauses angelegt werden soll. Der Garten bleibt den Absprachen zufolge im Eigentum der Gemeinde, die auch die Kosten für die Anlage und Bepflanzung trägt. Der OGV Rosenberg übernahm die Pflanzungen sowie die fachliche Betreuung durch Pflanzenschnitt und notwendige Spritzungen. Insgesamt wurden bis zur Eröffnung des Rosengartens 750 Rosenpflanzen und 700 Begleitpflanzen  gesetzt.

 

Auch wenn nicht alles wunschgemäß ausgezeichnet oder lückenlos bepflanzt ist, sind wir hier doch sehr stolz auf das Geschaffene. Eine perfekte Vollendung wird es wohl nie geben, da diese Einrichtung auch davon lebt, immer wieder neue Sorten zu zeigen, damit sich Einwohner und Gäste hier informieren oder sich nur an der Schönheit der Pflanzen erfreuen können.

 

In den vergangenen Jahren konnten durch teilweise finanzielle Unterstützung durch den Verein mehrere Fachwarte ausgebildet werden, so dass wir nun über insgesamt 8 Fachwarte verfügen, die unseren Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Am 21.04.2009 konnte mit der Gemeinde Rosenberg ein Pachtvertrag über die Nutzung des ehemaligen Raiba-Lagerhauses abgeschlossen werden. Dieses wurde in den Folgejahren mit großem finanziellem Aufwand zu einem Vereinsheim ausgebaut. Mit der Gründung einer Jugendabteilung 2013/2014 wurden hier weitere Räumlichkeiten für die Jugendgruppe geschaffen. Die Jugendgruppe erfreute sich eines großen Zulaufs. Für die Jugend wurde 2015 im bislang brach liegenden Außenbereich des Vereinsheims ein Jugendgarten mit einem Freisitz angelegt.

 

Der Verein nahm in den Jahren nach der Gründung einen steten Trend nach oben und hat  seinen Höchststand von 240 Mitgliedern halten können.